Wer an der Westküste urlaubt und dann in die Provinz-Hauptstadt fährt, ist meist nur einen knappen Tag zu Besuch in der Metropole (fast 80 000 Einwohner) der Insel. In den Straßen der Innenstadt begegnen einem immer wieder die weißen Gesichter westlicher Touristen. Mit Karte bewappnet schlendern diese rasch durch die heiß-stickigen und lauten Straßen, auf den sehr schmalen Gehwegen des wirtschaftlichen Zentrums der Insel. Phuket City ist Sitz der Provinzregierung und der meisten Firmen in Südthailand. Banken, Versicherungen, Reiseagenturen usw. haben ihre Filialen sichtbar in die recht enge Stadt gebaut.
Die Zeit ist kurz. Zu kurz - für die meisten. Wer nur einen Tag für Phuket City einplant, wird wenig gesehen haben. Gut für die, die nur einen Strandurlaub wollen, schlecht für die, die etwas mehr über Thailands Menschen und deren Kultur erfahren wollen und hier in der einzigen Stadt auf der Insel das vielseitige Gesicht thailändischer Lebensart erfahren können. Sicher ist Phuket City nicht übersät mit kulturellen Highlights. Tempelanlagen (außer dem Wat Chalong) und sonstige historische Bauten sind verglichen mit Bangkok´s Prachtbauten eher unbedeutend. Aber dafür das typische Thailand, das eines aufstrebenden modernen Siams - verbunden mit allgegenwärtigen Problemen einer Wachstumsregion. Der Straßenverkehr hat in den vergangen Jahren stark zugenommen. Ab 2005 gab es regelmässig Staus. Wer am frühen Morgen oder am späten Nachmittag durch Phuket City (z.B. wegen einer Fährabfahrt vom Phuket Hafen oder der Chalong Bay) durch muss, der sollte viel Zeit einplanen.
Ein ganz klein wenig glänzt noch die sino-portugisische Bauweise. Ein paar Bauwerke und Wohnhäuser sind renoviert, die meisten verfallen oder schon abgerissen. Viele kleine schöne Bars, Pubs, Galerien, Eiscafes, Restaurants, Shopping-Mall´s laden zum stöbern und verweilen ein. Viele große Mall´s konkurrieren nun miteinander. Vor den Toren der Stadt, liegen dicht nebeneinander Einkaufspassagen mit riesengroßen Supermärkten, von Lotus und BigC und das (über-)teure Central. Dies ist mehr auf zahlwillige Touristen aus.
In dem Areal zwischen der Robinson Shopping-Mall und dem Nachtmarkt - direkt im Zentrum - fallen die Gegensätze zwischen Arm und Reich, Tradition und Fortschritt besonders auf. In dieser thailändischen Gourmet-Zone findet man die modernen Fastfood-Ketten, wie McDonalds oder KFC, ebenso wie die vielen heimischen Garküchen mit reichhaltiger China-Kost zu vergleichsweise Spotpreisen. Der "Nachtmarkt"...er beginnt am frühen Abend und schliesst so gegen 23:00 Uhr...liegt nur ein paar Schritte hinter der Robinson Mall. Die Hygiene der Strassenläden lässt augenscheinlich zu Wünschen übrig. Teilweise wird daneben um Parkplätze rangiert, die Straßen verlaufen neben dem Nachmarkt umher. Ein kleiner Tipp: Wer günstig Essen möchte, kann dies auch in den Shoppin Malls oder bei den Supermärkten. Dort findet man Restaurants mit SB-Küchen, die eine Vielzahl von preiswerten Thai-Gerichten anbieten. Man sitzt sauber und klimatisiert, hat Toiletten in der Nähe.
Zwischen dem Metropol-Hotel und der Ocean-Mall, in der Tilok-Uthit 1 Road, findet der Besucher auch viele Bekleidungsstände. Vom einfachen T-Shirt über Badeschuhe bis zur BVB- oder Bayern-Vereinskluft erhält der Besucher hier vieles günstiger als am Patong Beach. In der gesamten Innenstadt trifft der Tourist immer wieder auf kleine Cafes, Hotels, Restaurants und Dienstleistungs-Geschäften der Thais, bei deren Schustern sich mal richtig preiswert die Sohlen erneuern lassen kann. und die ihre frischen Waren (Obst u. Gemüse) an der Straße zum Kauf anbieten.
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