Patong Inside

Die Stadt an der westlichen Küste Phukets ist der Touristenmagnet. Manche schimpfen es schon Pattaya des Südens. Andere halten den Vergleich für nicht angebracht. So trifft beides ein wenig zu. Wer Trubel sucht, gern einkauft, eine Vielzahl von Restaurants zur Auswahl liebt, trotzdem nicht auf einen schönen Strand vor der Tür verzichten will, der  ist in Patong richtig. 

Mitte: Investruine Patong Tower, links:25 Etagen Royal Paradiese Hotel

Patong war noch in den Siebzigern ein verschlafenes Fischerdorf. In den Achtzigern entwickelte sich der Massen- und Pauschaltourismus rasant. Seit den Neunzigern gilt Patong als ein international bekanntes Reiseziel, dass heute noch boomt. Über 200 Hotels, Apartmenthäuser, Bungalowanlagen und noch ein paar preiswerte Pensionen buhlen um die Besucher. Mehr als 20 internationale Hotels der Spitzenklasse bieten gehobenes Ambiente im oberen Preissegment. Wer hier direkt einchecken will, muss mit Preisen ab 100,- Euro (Hochsaison Nov.-April) für ein Zimmer mit exklusiver Ausstattung rechnen.

Einige Nobelhotels und Restaurants an der Taweewong Rd. bieten zum Dinner Darstellungen klassischer Tempeltänze. Viele Unterkünfte liegen auch in der Preisklasse von 30.- bis gut 80,- Euro pro Nacht. Das gilt vorwiegend für die Hauptsaison November bis April. In den unteren Preissegmenten sind gute Unterkünfte rar. Hotelzimmer, die man in den kleinen Seitengassen findet, sind oft laut und stickig.  Der Tempeltanz

Auf Aircondition sollte nicht verzichtet werden, will Mann oder Frau nachts nicht nur schwitzen. In jedem Fall sollte bei der Zimmerbesichtigung die Klimaanlage geprüft werden. Manche sind in Betrieb so laut, dass nicht geschlafen werden kann. Zudem kann die Kühlleistung so niedrig sein, dass die Zimmertemperatur nicht erfrischt.. Nachts blüht Patong auf. Nach Einbruch der Dunkelheit werden auf der Taweewong Rd. und in der Soi Bangla noch rasch etliche Verkaufsstände aufgebaut um dem Andrang zu genügen. 

Damit werden die eigentlich ausreichend breiten Gassen zu schmalen Schupsboulevards. Ab 20 Uhr schiebt sich ganz Touristenpatong durch Taweewong- und Bankla Raod. Hunderte kleiner Straßenhändler feilschen um die Preise. Touristen sind irritiert. 

Showtime des Vegas in der Bangla Rd. Shopping: Ein Paradies für Marken-Fetischisten

Sehen oft die gleichen Produkte ein paar Meter weiter. Viele Uhren-Marken sind zu kaufen. Die Proll-Rolex ebenso wie die adidas-fun. T-Shirt, Polohemden, CD`s, allgemeine Sommerbekleidung, Jeans und viele Arten von Geschenkartikeln und nicht zuletzt die Kinderbekleidung sind lohnende Mitbringsel. 

Natürlich kann man getrost Teile seiner Sommergarderobe zu hause lassen. Viele Reisende bedauern das begrenzte Gepäckgewicht. Die Qualität der Stoffe für Bekleidungen sind unterschiedlich gut. Wer sich mit Stoffqualitäten auskennt, wird auch Polo-Hemden finden, die gleicher Art sind, wie die der noblen Damen- und Herrenausstatter. Erst spät nach Mitternacht lehrt sich allmählich die Taweewong Rd.. Nur die  Bangla hat noch lange nicht genug. Hier hau`n die größtenteils männlichen Touristen in den Thaibars auf die Pauke. Mehr als dreihundert kleiner Beer-Bars mit  wohlklingenden Namen und deren Crews - natürlich (meist) weiblich - buhlen um die Gäste.

Der 3,5km lange Strandabschnitt wird täglich gereinigt. Nachdem am späten Morgen Patongs Touristen aus dem Schlaf erwachen, füllt sich der Strand in der Hochsaison schnell. Liegen und Sonnenschirme werden zur Miete angeboten (200 Bath pro Person am Tag). Ein wenig lästig sind die vielen und teilweise dauerhaften Angebote der Strandverkäufer. Gekühltes Bier, Zigaretten, Seidenschals, T-Shirts etc... werden einem von jung und alt feilgeboten. Man sollte jedoch nicht unhöflich absagen, will man nicht kaufen. Doch ein bewusster Blick und ein deutliches "no thanks" sind geboten, will man nicht etwas später wieder von der gleichen Person angesprochen werden. 

Patong verfügt inzwischen über 3 Shopping-Malls. Eine liegt im Süden der Taweewong Rd. (Ocean), die andere etwa 400 Meter weiter nördlich (Patong Shopping Centre). Und die dritte wurde, ebenfalls von der Ocean-Gruppe,  gerade in der Bangla Road eröffnet. Shop in Shop ist hier die Devise. Die Stadtverwaltung von Patong möchte die kleinen Budenverkäufer lieber als Mieter der Mall´s sehen. Doch den meisten Händlern, ist die Miete zu hoch und sie lieben ihren freien Lebenswandel. In jeder Mall befindet sich im Tiefgeschoss ein großer SB-Mark mit breitem Sortiment. 

Wer in Patong des Laufens müde ist, kann sich jederzeit ein Tuck-Tuck herbeiwinken. Sofern nicht der Tuck-Tuck-Driver schon nach einem hupt, guckt oder pfeift. Für Fahrten innerhalb Patongs empfiehlt sich diese typische Thaiart des Fortbewegens nur für mehrere Personen. Über den Fahrpreis sollte man vorher Einigkeit erzielen. Gefeilscht werden muss jedoch. Eine bessere - und luftigere - Art des mühelosen Weiterkommens in der Stadt für Einzelpersonen sind die hierzulande unbekannten Motorradtaxis. Diese erkennt man an den grünen, nummerierten Laibchen der Fahrer.  Eine etwas längere Strecke innerhalb Patongs kostet nicht mehr als 20 Baht.  Flüstert man dem Fahrer noch ein "please, drive slowly" zu, kommt man bestimmt auch sicher ans Ziel. 

Der Straßenverkehr läuft in Patong (wie auch in anderen Städten Thailands) etwas konfus. In Patong raubt die große Hitze den Taxifahrern manchmal den letzten Nerv. Das erklärt auch die waghalsigsten Fahrmanöver. Normalerweise ist der Thai doch ein echter Ruhepol. Wegen der Wärme und der langen Arbeitstage sind sie in der Lage, an jedem schattigen Plätzchen und in allen Lagen ein Nickerchen zu halten.

Gemächlich geht es in der Dicso des Royal Raradiese zu. In nobler Atmosphäre finden hier Ältere gute Unterhaltung. Das Banana, (Taweewong Rd.) ist Patongs älteste Disco. 1997 wurde der Shark-Club eröffnet und ist heute die besucherstärkste Disco. (siehe auch "Discos").  Einhundert Baht Eintritt inkl. eines Getränks werden als Entree verlangt. Das internationale Publikum gibt sich trendy. Nur Insidern fällt es leicht, zwischen den "Damen der Nächte" und den sich seriös unterhalten-wollenden Damen zu unterscheiden.

Schnell wird schon mal von einem falang nach ein paar Flaschen Shingha-Bier eine Koreanerin mit einem Thaigirl verwechselt. Peinlich, merkt doch die Dame eher als der Mann was falsch läuft. Allgemein ist die Szenerie noch recht sicher. Die Polizei geht mit Verbrechern nicht gerade zimperlich um. Oft sind es auch die angetrunkenen Alleinreisenden, die für trouble sorgen. Ist ein Tourist betrunken, wird die Polizei nicht unbedingt seine Interessen vertreten. Ein gepflegtes Äußeres steht bei den Thais hoch in Kurs. Selbst mit ihrem relativ niedrigen Durchschnitts-Einkommen sind die Thais meist sauber und ordentlich bekleidet. 

In den Hotelräumen sollte kein Bargeld oder sonstige Wertsachen umherliegen. Einheimische der Insel berichten immer wieder von Personen und Gruppen, die aus anderen Städten Kriminalität auf Phuket bringen. Auch deshalb führen die Polizeiposten regelmäßig Straßenkontrollen an den Ausfallrouten durch.

An der nördlichen Rat-U-Thit wurde ein neues  Post-Office eröffnet. Sogar ein paar Parkplätze sind vorhanden. Das alte, kleine Postamt befindet sich in der Taweewong Rd. neben McDonalds. Von hier aus telefoniert man ins ferne Ausland wesentlich günstiger als vom Hotel. 

 

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